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Erd-Primel

(Primula vulgaris ssp. vulgaris)

II — V Home Edellaubwälder, Waldränder, Schibliak
5 — 10 cm indigen LC
Primula vulgaris
Synonyme: Primula acaulis, Stängellose Primel. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Dolde ist ungestielt, sie hat keinen Schaft, die zottigen Blütenstiele sind daher scheinbar grundständig. Die runzeligen Blätter sind oberseits scheinbar kahl, die Spreite ist am Grund keilig. Die Krone ist schwefelgelb, am Schlund dottergelb. Der kantige Kelch liegt der Krone an und ist an den Kanten weichzottig (Lit). Die geschützte Art kommt in allen österreichischen Bundesländern indigen vor. Sie ist in der Böhmischen Masse stark gefährdet, im nördlichen Alpenvorland gefährdet und im pannonischen Raum beinahe gefährdet und nur im alpinen Raum und im südöstlichen Alpenvorland ungefährdet (Lit). In Istrien ist sie in höher gelegenen Regionen häufig, sonst zerstreut bis selten (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 17.04.2019 Ballyboe Point
 
Primula vulgaris
Aufnahme: 18.04.2019 Fanad Head    
 
Primula vulgaris
 
 
Primula vulgaris
Aufnahmen: 16.04.2019 Clontallagh    
 
Habitus
Aufnahme: 26.03.2018 Kotli
 
Primula vulgaris
 
 
Primula vulgaris
 
 
Primula vulgaris
Aufnahmen: 02.04.2015 Sopot

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"926. P. vulgaris Huds. (P. grandiflora D. C. — P. acaulis Lehm. Gemeine P.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder senkrecht, starkzaserig. Blätter grundständig, keiliglänglich oder länglichverkehrt-eiförmig, allmählig in den Blattstiel zulaufend, kerbezähnig, stumpf, gleichfarbig, grasgrün, oberseits kahl oder ziemlich kahl, unterseits zerstreutbehaart, etwas blässer, in der Jugend zurückgerollt, später flach, runzelig. Stengel bis zum Unmerklichen verkürzt und dann die Blüthenstiele scheinbar grundständig, aufrecht, einblüthig, sammt den Kelchen zottig, seltener der Stengel verlängert, aufrecht, blattlos, an der Spitze eine 1 — vielblüthige, nach allen Seiten ausgebreitete, lockere Dolde tragend, sammt Blüthenstielen und Kelchen kürzer oder länger behaart, Blüthenstiele ziemlich gleichlang. Deckblätter der Blüthenstiele lineal - lanzettlich oder lanzettlich, zugespitzt. Kelche 5kantig, beiläufig so lang als die Kronröhre, Zipfel lanzettlich, zugespitzt. Kronen gross, geruchlos, Saum 1 — 1,5" im Durchmesser, flach ausgebreitet, schwefelgelb, gegen den Schlund dottergelb. Kapseln kürzer als der Kelch. Oft kommen aus einem und demselben Wurzelkopfe bis zum Verschwinden verkürzte Stengel und zugleich verlängerte vor
März — April, manchmal im Spätherbste wieder.


Aendert ab:

  • α acaulis Neilr. (P. silvestris Scop. — P. acaulis Jacq. — P. grandiflora Lam. — P. variabilis Trattnik.) Scheinbar stengellos, rasig, meist vielblüthig. Blüthenstiele sammt den Deckblättern grundständig, 1 — 3" hoch. Kronen ansehnlich, Saum 1 — 1,5" im Durchmesser, bleichschwefelgelb, gegen den Schlund dottergelb, getrocknet kupfer(- …) in cultivirtem Zustande purpurroth und gefüllt. Geruchlos.
  • β caulescens Neilr. Stengel 1 — 6" hoch , doldentragend. Kronen kleiner. Saum 8—12''' im Durchmesser, bleichschwefelgelb oder etwas dunkler, im cultivirten Zustande purpurroth. Geruchlos. Der Stengel oft von grundständigen Blüthenstielen umgeben oder letztere fehlend. Unterscheidet sich von P. elatior Jacq. immer durch die allmählig in den Blattstiel verlaufenden schmäleren, keiligen Blätter, durch die ausgebreitete, lockere, nicht einseitig - nickende Dolde, schmälere Kelchzipfel und Deckblätter und durch Mangel des Geruches.

In Auen, auf Waldwiesen, an Bächen, besonders in Gebirgsgegenden des Traunkreises auf Kalkunterlage.

  • α Um Weyer, überall in Menge (Brittinger), im Hornbachgraben bei Neustift (Oberleitner) u. s. w. Auch häufig in Gärten cultivirt.
  • β Vereinzelt und zufällig unter var. a."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 211), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 19.02.2026

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